Mühle in Dibbersen ist jetzt flügellahm
bim. Dibbersen. Die Bürger im Nordheidedorf Dibbersen sind geschockt: Das Wahrzeichen ihres Ortes, die Windmühle, hat ein Flügelpaar verloren, auch der "Bauch" ist beschädigt. Sie ist versehentlich zur "Zielscheibe" einer Baggerschaufel geworden - bei den Erd- und Pflasterarbeiten im Zuge der Dorferneuerung. "Ich wollte den Bagger nur umdrehen. Dabei ist es passiert", sagt der Baggerführer, dem dieses folgenschwere Missgeschick sichtlich peinlich ist.
Auch Mühlenvereinsmitglied Heinrich-Hermann Albers ist entsetzt: "Wenn man das sieht, das tut richtig weh. Wir waren gerade so gut in Schwung", sagt er. Denn die Dibberser Windmühle ist ein vielseitig genutzter Veranstaltungsort. Außerdem schließen unter dem Dach des altehrwürdigen Erdholländers von 1870 jährlich bis zu 150 Paare den Bund fürs Leben.
Wie hoch der Schaden ist und wann er behoben wird, kann man im Buchholzer Rathaus noch nicht sagen. Nach einer ersten groben Schätzung ist von rund 50.000 Euro die Rede. Die genaue Summe soll ein Mühlenspezialist ermitteln. Dafür aufkommen müsse die Versicherung der Baufirma, die schon mehrere Aufträge für die Stadt ausgeführt hat und als verlässlich bekannt sei. "Ich gehe davon aus, dass der Schaden komplett abgewickelt wird", so Jürgen Steinhage, Leiter Bereich Betriebe. "Uns geht es natürlich darum, dass die Mühle schnellst möglich repariert wird", so Steinhage.
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