Die Buchholzer Stadtwerke informieren zur aktuellen Lage in Buchholz
Klimawandel und Wasserverbrauch
(sv/nw). Seit 2018 ist der Grundwasserspiegel in vielen Regionen Deutschlands infolge der heißen Sommer stark gesunken. Auch in den Regionen Elbe-Niederung, Lüneburger Geest und Stader Geest, zu denen die Landkreise Stade und Harburg gehören, wird der mittlere Jahreswert der vergangenen 30 Jahre weiterhin unterschritten. Dass der Klimawandel für Veränderungen der Niederschlagsmengen verantwortlich ist, gilt als gesichert. Klimamodelle prognostizieren eine Zunahme der Winterniederschläge und eine deutliche Abnahme der Sommerniederschläge. Dem sinkenden Wasserangebot in den Sommermonaten steht ein steigender Bedarf der Landwirtschaft gegenüber.
Der Wasserverbrauch der privaten Haushalte hatte in Buchholz wie im Bundesgebiet in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich abgenommen und lag in Niedersachsen (Stand: 2016, Umweltbundesamt) bei rund 127 Litern pro Person am Tag. 1990 waren es noch 147 Liter. Dieser Rückgang konnte durch ein verändertes Verbraucherverhalten und den Einsatz wassersparender Haushaltsgeräte erreicht werden – und zählt mit zu den niedrigsten personenbezogenen Wasserverbrauchsmengen in den Industriestaaten (Bundesverband der Deutschen Energie und Wasserwirtschaft e.V. 2010).
Das Wasserwerk der Buchholzer Stadtwerke am Dibberser Mühlenweg fördert aus fünf Brunnen das in Buchholz benötigte Wasser. Die Qualität entspricht allerhöchsten Anforderungen, die jährliche Wasseranalyse ist auf der Stadtwerke-Website im Detail veröffentlicht. Der Trinkwasserverbrauch betrug im Jahr 2019 im gesamten Liefergebiet ca. 1,42 Millionen Kubikmeter.
Die Nachfrageeffekte der Haushalte werden durch den Klimawandel in den Haushalten insgesamt voraussichtlich wenig gesteigert. Engpässe können für Wasserwerke aber entstehen, wenn in Hitzephasen kurzfristig größere Versorgungskapazitäten vorgehalten werden müssen. Werden an normalen Tagen in Buchholz 4.000 Kubikmeter Wasser benötigt, können es an Hitzetagen bis zu 6.000 Kubikmeter werden. Stadtwerke Geschäftsführer Dr. Christian Kuhse und Vertriebsleiter Jan Bauer bitten die Bürger daher, während extremer Trockenperioden ihr Verhalten anzupassen:
• Der Betrieb von wasserverbrauchenden Haushaltsgeräten sowie die Gartenbewässerung sollten außerhalb der Spitzenzeiten erfolgen: am besten frühmorgens.
• Für die Bewässerung im Garten leisten Regentonnen und Zisternen einen wichtigen Beitrag zum sorgsamen Umgang mit Wasser – und sparen Kosten.
• Privates Autowaschen sollte grundsätzlich unterbleiben. Waschanlagen sorgen mit Abwasserreinigung und geschlossenen Wasserkreisläufen für niedrigen Verbrauch.
• Statt Swimmingpools aus dem Baumarkt aufzustellen, empfiehlt sich der Besuch der öffentlichen Freibäder.
Redakteur:Svenja Adamski aus Buchholz |
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