Die Hochschule21 startet ins All
tk. Buxtehude. Die Hochschule 21 (HS21) hebt ab und will ins All starten: Das ist keine Spinnerei, sondern ein Projekt, das Studierende und Professoren des Studiengangs Mechatronik an Land gezogen haben. Die HS21 beteiligt sich an einem Wettbewerb im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). "SpaceBot Cup" heißt das Projekt. Das Ziel: Einen Roboter zu entwickeln, der den Mars erkunden soll. Zehn Hochschulen und Forschungseinrichtungen beteiligen sich daran. Das DLR stellt jedem Team dafür 50.000 Euro zur Verfügung. Im November wird der HS21-Marsroboter seine Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen.
Derzeit erkundet der Marsroboter "Curiosity" den Roten Planeten. Der DLR-Roboter könnte sein Nachfolger werden. Die schlaue Maschine muss daher sehr viel können: Der Roboter soll über eigene Intelligenz verfügen. Das heißt: Er wird nicht von der Erde ferngesteuert. Selbstständig muss er navigieren und Dinge transportieren.
Weil es auf dem Mars kein GPS gibt, stellt allein schon die Navigation eine echte Herausforderung dar. Problemlösung: Der Roboter orientiert sich mittels digitaler Bildverarbeitung. Außerdem muss er ein besonders geländetauglicher Alleskönner sein. Steigungen bis zu 40 Prozent, Treibsand und Geröll sind Hindernisse auf der Marsmission.
Professor Dr.-Ing Thorsten Hermes, der an der HS21 Technische Informatik lehrt, verrät eines von vielen Geheimnissen des ehrgeizigen Projekts: Der HS21-Marsroboter wird eine schlaue Maschine sein, die aus mehreren Robotern konstruiert wird.
Schon die Teilnahme an diesem Wettbewerb ist für den noch jungen Studiengang Mechatronik an der HS21 ein großer Erfolg. Dabei bauen die Roboter-Forscher auf Erfahrungen auf: Im vergangenen Jahr hat ein Team der HS21 bei einem Robotik-Wettbewerb gegen starke internationale Konkurrenz durchgesetzt und den ersten Platz belegt.
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