Idee für neue B73-Abfahrt in Buxtehude Extra-Rampe für den Schwerlastverkehr
So will Ulrich Felgentreu (Grüne) die K40 entlasten
tk. Buxtehude. Wenn Bürger Verkehrsprojekte mit gesundem Menschenverstand anregen, winken Profi-Planer meist ab. Zu planlos seien diese Vorschläge und nicht umsetzbar. So ist es nicht verwunderlich, dass Ulrich Felgentreu als Bürger, zu Gast in einem Fachausschuss, vor einigen Jahren auf wenig Resonanz stieß als er vorschlug, den B73-Verkehr teilweise über eine neue Ausfahrt zu führen. Jetzt sitzt Felgentreu für die Grünen im Rat und kramt seine Idee wieder hervor.
Aktueller Anlass dafür ist der Antrag der SPD, dass etwas getan werden müsse, um die langen Staus auf der Harburger Straße (K40) vor der Einmündung in die B73 zu beheben. "Die SPD spricht die Probleme an", sagt Felgentreu. Der Vorstoß gehe aber nicht weit genug. So würden Querungshilfen oder Ampeln auf der Harburger Straße dazu führen, dass der Verkehr noch stärker zum Erliegen käme. Das regten die Sozialdemokraten an, damit Fußgänger gefahrlos die K40 überqueren können.
Felgentreus Idee setzt dagegen auf die Entlastung der K40: Am "Alten Postweg" führt eine Art Rampe von der B73 die Böschung hinunter auf eine freie Fläche zwischen den Firmen "Purkauf" und "Alfey". An dieser Stelle könnte der Schwerlastverkehr aus Richtung Hamburg die B73 verlassen und direkt ins Industriegebiet fahren. "Das würde die Harburger Straße entlasten", sagt Ulrich Felgentreu.
Das mache vor dem Hintergrund Sinn, dass alle Transporte, die das Chemieunternehmen Synthopol in unmittelbarer Nähe der neuen Abfahrt anfahren, die Stadt meiden würden. "Darunter sind auch Gefahrguttransporte und es darf nicht vergessen werden, dass Synthopol beständig wächst, der Lkw-Verkehr also zunimmt", so Felgentreu.
Wenn der SPD-Antrag in der Politik diskutiert wird, will der Grüne seine Idee wieder vortragen. "Das ist zumindest eine Möglichkeit, um die Situation zu entschärfen."
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