Solidarität mit Frankreich: Paris Issy bei den Buxtehuder Handball-Damen
Zwei Tage nach den Terroranschlägen spielte Paris Issy Hand im "EHF Winner's Cup" in Buxtehude
tk. Buxtehude. Dass Tränen fließen, kommt nach großen Siegen oder heftigen Niederlagen im Sport vor. Dass einige Spielerinnen von Issy Paris Hand am Sonntag vor dem Achtelfinale im "EHF Winner's Cup" gegen den BSV in der Halle Nord weinten, hatte andere und sehr traurige Gründe: Sie waren am Samstag nach Buxtehude gereist, als noch nicht einmal das ganze Ausmaß der Terroranschläge von Paris geklärt war. Am Ende des Spiels stand es 26:28 für die Gäste, doch Ergebnis und Spielverlauf spielten angesichts der bedrückenden Situation teilweise nur eine untergeordnete Rolle.
Mit einer Schweigeminute und einer bewegenden Ansprache - auch auf Französisch - von Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt begann der Nachmittag, der bis Freitagabend nur puren Handballspaß bieten sollte. "Wir sind tief erschüttert. Diese Anschläge richten sich gegen die ganze Menschheit", sagte Oldenburg-Schmidt. Sie und die vielen Hundert Handball-Fans in der Halle Nord demonstrierten Solidarität mit Frankreich.
Mit Beginn der ersten Halbzeit gelang es den Spielerinnen jedoch, auf den Sport fokussiert zu sein. Den vermeintlich überlegenen Gästen bot der BSV mehr als nur Paroli. Mit 16:13 lagen die Buxtehuderinnen zur Halbzeitpause vorne. Danach legte Issy Paris allerdings los. Konsequent und effektiv drehten sie die Partie.
Am Sonntag treten die BSV-Handballerinnen zum Rückspiel in Paris an. Mit einem teilweise mulmigen Gefühl. Denn in Frankreich gilt der Ausnahmezustand.
Sportlich betrachtet gab sich der Gäste-Trainer Pablo Morel nach dem Sieg großzügig. Er sprach von einer 50:50-Chance, dass sein Team das Rückspiel gewinnen werde.
Beste Werferinnen waren Jessica Oldenburg (8) für Buxtehude und Stine Oftedal (7) für Issy Paris
Kommentare
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.