"Massiv negative Auswirkungen!"
Grüne kritisieren Verstöße gegen den Naturschutz.
mum. Undeloh. Der Radenbach fließt bei Undeloh (Samtgemeinde Hanstedt) im Naturschutzgebiet durch naturnahe Heide- und Magerrasenflächen, sein Bachbett begleiten sumpfige Bereiche, ein idealer Lebensraum für seltene feuchteliebende Pflanzen und Tiere. Doch nun bringen massive Eingriffe die Gruppe Grüne/Linke im Kreistag in Rage. Sie fordern bei Landrat Rainer Rempe Akteneinsicht ein.
"Bereits im Dezember 2018 wurde der Radenbach widerrechtlich ausgebaggert", so Elisabeth Bischoff und Ruth Alpers von Bündnis 90/Die Grünen. "Bis heute hat sich an den massiv negativen Auswirkungen für den Bach und die umgebenden Flächen im Naturschutzgebiet nichts geändert. Dabei wäre ein rascher Rückbau dringend nötig gewesen, um die fortgesetzte Entwässerung der geschützen Flächen zu stoppen. Bis heute ist nichts geschehen." Nun seien im selben Bereich des Naturschutzgebietes Bäume gefällt worden. "Wieder ohne Erlaubnis und mit massivem Schaden für die Natur", so Bischoff. "Wir fragen uns, ob dies nur geschehen konnte, da der erste Eingriff nicht stringent genug und ohne zeitnahe konsequente Folgen für den Verursacher geahndet und bearbeitet wurde." Aus diesem Grund hat sie im Namen ihrer Fraktion Akteneinsicht in alle mit den Eingriffen zusammenhängenden Unterlagen beantragt, um die Hintergründe zu erfahren.
• Der Radenbach ist ein 4,5 Kilometer langer linker Nebenbach der Schmalen Aue in der Lüneburger Heide. Er entspringt in der Nordheide in Undeloh, fließt von dort Richtung Südsüdosten und mündet schließlich in die Schmale Aue. Laut Wikipedia ist der Radenbach im Oberlauf, im Ortskern Undelohs, kritisch belastet (Güteklasse II–III) und im Unterlauf mäßig belastet (Güteklasse II).
Redakteur:Sascha Mummenhoff aus Jesteburg |
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