Anträge der Grünen
Lebenswertes Zentrum und IGS für Hollenstedt
bim. Hollenstedt. Zwei Anträge haben die Grünen im Samtgemeinde- und Gemeinderat Hollenstedt für die Beratungen in den zuständigen politischen Gremien gestellt.
Gestaltung
des Dorfkerns
In der Gemeinde geht es um die Gestaltung des Dorfkerns. "Mehrere Discounter im Ortskern wollen sich vergrößern, das Samtgemeinde-Rathaus muss dringend saniert oder neu gebaut werden und für die kleine Grünfläche zwischen Friedhof und Volksbank gibt es Wünsche für ein mehrstöckiges Wohn- und Geschäftshaus. Ein Einzelhandelsgutachten kommt zusätzlich zum Ergebnis, dass der Dorfkern für noch mehr Discounter und Parkplätze freigegeben werden soll", erläutert Fraktionsvorsitzende Ruth Alpers. Nachdem darüber gesprochen wurde, was die Grundstückseigentümer im Dorfkern wollen, sei es jetzt an der Zeit zu beraten, was der Gemeinderat im Dorfkern will: "Wirtschaftlichen Interessen nachgeben oder mit aller Kraft versuchen, ein lebenswertes Zentrum zu schaffen."
Wenn der Gemeinderat allen Wünschen nachgebe, werde der Dorfkern endgültig zu einer Parkplatzwüste mit Discountern. Stattdessen solle ein Dorfkern Aufenthaltsqualität bieten und Treffpunkt für Gespräche sein. Fast alle Flächen im Dorfkern befänden sich in Privatbesitz, was Gestaltungsmöglichkeiten für einen belebten Dorfkern mit Freiflächen und Begegnungsmöglichkeiten schwer, aber nicht unmöglich mache. "Um ein solches Konzept zu realisieren, darf die Gemeinde Ausnahmegenehmigungen zum Bebauungsplan nur noch geben, wenn die Bauvorhaben in dieses Konzept passen. Es muss auch versucht werden, Flächen zu kaufen oder zu tauschen mit Flächen im Besitz der Gemeinde Hollenstedt", so der Vorschlag.
Umwandlung der
Oberschule
Weiterhin fordern die Grünen eine Umwandlung der Hollenstedter Oberschule in eine Integrierte Gesamtschule (IGS). Eine vom Landkreis in Auftrag gegebene Studie zur Überprüfung des Angebots an weiterführenden Schulen komme u.a. zu dem Ergebnis, dass der Bedarf an IGS-Plätzen deutlich höher sei als das Angebot. Genau umgekehrt sei es bei den Oberschulen. "Für die Integrierten Gesamtschulen in Winsen, Seevetal und Buchholz haben im vergangenen Herbst 691 Schülerinnen und Schüler die Aufnahme beantragt, jedoch gab es für 261 Schüler keine Plätze", berichtet Ruth Alpers in ihrer Funktion als Kreistagsmitglied und Mitglied im Hollenstedter Samtgemeinderat. Auch für Hollenstedter Schüler sei es sehr schwer, einen Platz an einer IGS zu bekommen. In den vergangenen drei Jahren hätten im Durchschnitt 37 Kinder zur IGS wechseln wollen, von denen 20 jedes Jahr abgelehnt worden seien. Die Forderung der Grünen: Der Landkreis soll in Hollenstedt eine vierzügige IGS - beginnend mit dem fünften Schuljahrgang ab 1. August 2022 - einrichten und gleichzeitig die Oberschule stufenweise aufheben.
Christiane Melbeck, Schulausschussmitglied der Samtgemeinde Hollenstedt, ergänzt: „Ziel der IGS ist es u.a., dass die Schüler ihrem individuellen Leistungsvermögen gemäß unterrichtet und gefördert werden. Die IGS ist deshalb für die Eltern eine attraktive Schulform und wird sehr gut angenommen. Hinzu käme für unsere Kinder eine nicht unbeachtliche Schulwege-Ersparnis.“
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