In Hollenstedt
Samtgemeinde bleibt auf Mehrkosten für Feuerwehrhaus sitzen
bim. Hollenstedt. Die Samtgemeinde Hollenstedt wird auf den Mehrkosten für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Halvesbostel sitzenbleiben. Der Samtgemeinderat nahm in seiner jüngsten Sitzung die überplanmäßige Ausgabe von rund 118.000 Euro - wenn auch widerwillig - zur Kenntnis.
Bei der Erweiterung des Feuerwehrhauses ergab sich gegenüber dem Haushaltsansatz von 700.000 Euro beim Bau eine Kostensteigerung auf 818.315 Euro. Grund war, dass bei der Planung des 300-Quadratmeter-Anbaus das beauftragte Architekturbüro einige Dinge nicht bedacht hatte, u.a. die Anpassung der Fernwärmeleitung, Verlegung des Sirenenstandortes und teurere Maurerarbeiten, weil die Decke der Fahrzeughalle nicht in der Ausschreibung berücksichtigt gewesen sei. Regressforderungen seien aber nicht möglich, erklärte Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers auf WOCHENBLATT-Nachfrage.
Die steigenden Kosten für den notwendigen Anbau hatten bereits zuvor für Unmut gesorgt, insbesondere bei den Grünen. Denn bei den ersten Beratungen war noch von 450.000 Euro die Rede, dann waren es 700.000 und nun mit den Planungsfehlern 818.000 Euro.
Heiner Albers hatte bereits im Rahmen der Beratungen für die Vergabe an ein bekanntes Architektenbüro plädiert. Für das beauftragte Büro sei es das erste Feuerwehrhaus gewesen. "Wir waren die Versuchsobjekte. Das ist nach hinten losgegangen. So etwas soll nicht wieder vorkommen", betont Albers.
Die Erweiterung des 1989 erbauten Feuerwehrhauses war nötig geworden, weil die Räume nicht mehr den Anforderungen der Feuerwehrunfallkasse und auch nicht mehr den Größen der derzeitigen Feuerwehrfahrzeuge entsprachen.
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