Viel zu tun, aber keine großen Unglücke
Betrunkener zündet Zeitungen im Polizeikommissariat an
tk. Stade. Wie dumm ist das denn? In der Silvesternacht wurde gegen 4 Uhr ein alkoholisierter Autofahrer in Buxtehude angehalten. Er hatte einen Atemalkoholwert von 1,3 Promille und musste sich auf dem Kommissariat in der Estestadt einem Bluttest unterziehen. Danach wartete der 61-Jährige im Kommissariat auf sein bestelltes Taxi. Die Wartezeit verkürzte sich der Mann damit, dass er auf der Wache Zeitschriften und einen Erste-Hilfe-Rucksack mit Defibrillator anzündete. Die Brandmeldeanlage alarmierte die Beamten, die das Feuer schnell löschen konnten. Der Schaden liegt nach Polizeiangaben bei rund 1.000 Euro.
Gegen den Buxtehuder wird jetzt nicht nur wegen Trunkenheit im Verkehr, sondern auch wegen Brandstiftung ermittelt.
Insgesamt bezeichnet Stades Polizeisprecher Rainer Bohmbach die Silvesternacht als arbeitsreich für Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei. Zu schlimmen Unglücken oder Zwischenfällen kam es während des Jahreswechsels jedoch nicht.
Sechs Mal mussten Polizeibeamtinnen und -beamte aus Stade und Buxtehude einschreiten, weil außerhalb der erlaubten Zeiten geböllert wurde. Bei zwei Personen wurden zudem illegale Polenböller beschlagnahmt. Zudem zog die Polizei zwei Mal illegale Schreckschusspistolen ein.
In sieben Fällen war die Polizei wegen Körperverletzungen zusammen mit dem Rettungsdienst im Einsatz. Und acht Mal wurden Sachbeschädigungen durch Raketen und Böller angezeigt. In Harsefeld, Engelschoff und Wischhafen wurden Briefkästen gesprengt. Die Täter sind zum Teil bereits ermittelt worden.
Die Feuerwehr hatte im Landkreis Stade zwar jede Menge zu tun, doch zu großen Bränden kam es in der Silvesternacht glücklicherweise nicht. 15 Mal mussten die Brandschützer ausrücken. Meist waren es Papierkörbe, Bänke oder ein Zaun, die in Flammen standen. In Steinkirchen wurde kurz nach zwei Uhr ein möglicher Brand im Schulzentrum gemeldet und drei Ortswehren aus der Samtgemeinde Lühe rückten aus. Zwei Müllcontainer standen in Flammen. Weil die weit genug vom Schulgebäude entfernt standen, hielt sich der Schaden in Grenzen.
In Hammah brannte am Neujahrstag gegen 17.20 Abfall, der unter einem Carport gelagert worden war. Die Ortsfeuerwehr Hammah hatte die Flammen schnell unter Kontrolle, so dass es zu keinem großen Brand kam und das angrenzende Haus unversehrt blieb.
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