Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz beim Richtertag in Stade
lt. Stade. Hoher Besuch am Stader Landgericht. Die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) war beim Richtertag zu Gast und hatte gute Nachrichten für den Stader Landgerichtspräsidenten Carl-Fritz Fitting. Damit Altlasten abgebaut werden können, bekommt das Landgericht - befristet auf zwei Jahre - zweieinhalb zusätzliche Richterstellen.
"Das freut uns sehr, denn wir arbeiten hier alle an der Kante", sagt Fitting. Er sei außerdem froh, dass voraussichtlich Ende des Monats mit dem Umbau des ehemaligen JVA-Gebäudes neben dem Landgericht begonnen werden könne. Dort sollen u.a. neue Gerichtssäle entstehen, die aufgrund der akuten Raumnot dringend gebraucht werden (das WOCHENBLATT berichtete).
"Die Justiz muss gut arbeiten können", so Antje Niewisch-Lennartz. Sie wolle das Bewusstsein der Menschen für die wichtige Arbeit der Richter schärfen und dafür sorgen, dass die "dritte Gewalt im Staat" möglichst schnell Entscheidungen treffen kann.
Um das zu erreichen, sollen die Landgerichte künftig selbstständiger über Mittel verfügen können und weniger fremdbestimmt werden, so die Justizministerin.
Wichtig bei ihrem Besuch in Stade war der Verwaltungsrichterin außerdem der enge Austausch mit Richtern vor Ort. "Mich interessiert, was die Richter wollen", so Antje Niewisch-Lennartz.
Für einen Rundgang durch die Stadt hatte die Ministerin leider keine Zeit mehr, weil noch ein Besuch der neuen JVA in Bremervörde auf dem Tagesprogramm stand.
Redakteur:Lena Stehr |
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