Keine Zuschüsse des Landes
Katastrophenschutz-Zentrum in Stade: Baubeginn bereits im Mai
Der Landkreis Stade plant, im Gewerbegebiet Stade-Süd (Ottenbeck) in Nachbarschaft zu Airbus eine Multifunktionshalle mit Bürotrakt für die Einrichtung eines Katastrophenschutz-Zentrums zu erwerben (das WOCHENBLATT berichtete). Das Projekt könnte noch in diesem Jahr realisiert werden. Jetzt hat sich der Ausschuss für Feuerschutz und Ordnungsangelegenheiten erstmals in öffentlicher Sitzung mit den Plänen beschäftigt. Dabei gab es große Zustimmung zu dem Vorhaben: Einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, die Baumaßnahme umzusetzen. Einzig die beiden Grünen-Abgeordneten enthielten sich.
Wie berichtet, soll das aus einer großen Halle und einem Bürotrakt bestehende Zentrum in Nachbarschaft zu Airbus entstehen. Der Gebäudekomplex, den eine örtliche Baufirma errichtet, wird rund zwölf Millionen Euro kosten. Der Landkreis muss die Summe aus eigenen Mitteln aufbringen. Zuschüsse des Landes wird es nach jetzigen Stand wohl nicht geben. Für den Katastrophenschutz vor Ort stellt Niedersachsen in diesem Jahr landesweit nur 40 Millionen Euro bereit.
Eine Baugenehmigung ist erteilt, mit dem Bau der Halle soll bereits im Mai begonnen werden. Für den Erwerb der Halle befindet sich derzeit ein Vorvertrag mit dem Bauunternehmen in der Abstimmung. In einem nächsten Schritt wird sich der Finanz- und Personalausschuss mit dem Thema beschäftigen. Noch im Juni könnte der Kreistag den Weg frei machen für eine Umsetzung. Die Finanzierung soll über einen Nachtragshaushalt sichergestellt werden. Angepeilt ist eine Fertigstellung bis Ende des Jahres, weil dann der Pachtvertrag für die ehemalige Saertex-Halle ausläuft. Sollte die Halle bis dahin nicht fertig sein, besteht die Option, den Saertex-Pachtvertrag um ein Vierteljahr zu verlängern.
Die 3.600 Quadratmeter große Halle kann zur Unterbringung von Personen nach Evakuierungsmaßnahmen dienen. Auf dem 11.000 Quadratmeter großen Grundstück besteht außerdem ausreichend Platz, um dort Zelte und Container als Notquartier aufstellen zu können. Ansonsten soll in der Halle Material eingelagert werden, das in Katastrophenfällen zum Einsatz kommt.
Standort für künftigen Einsatzzug Energie
Außerdem plant der Landkreis, einen sogenannten Einsatzzug Energie einzurichten und in die Kreisfeuerwehr zu integrieren - so wie dies bereits beim Atemschutz- und beim Umwelt-Zug der Fall ist. Dieser Einsatzzug Energie soll in Notfällen für eine unabhängige Stromversorgung sorgen. Fahrzeuge und Gerätschaften sollen im Katastrophenschutz-Zentrum stationiert werden.
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