Hoch-Zeit für Hochzeiten in Windmühle: In zehn Jahren heirateten 448 Paare in Eyendorf
ce. Eyendorf. Die 1897 errichtete Windmühle im Heideort Eyendorf (Landkreis Harburg) ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern seit zehn Jahren auch ein sehr begehrter Ort für Hochzeiten: Insgesamt 448 Trauungen fanden seit 2006 in dem Erdholländer-Bauwerk statt.
"Die Paare mit der weitesten Anreise kamen bislang international aus Texas und in Deutschland aus Passau", freut sich Werner Borrée, Vorsitzender des "Vereins zur Erhaltung der Eyendorfer Windmühle", dass dessen Angebot so großen Anklang findet. "Viele Interessierte, die nicht in einem herkömmlichen Standesamt heiraten wollen, haben unsere Werbung im Internet-Auftritt http://www.eyendorf.de gesehen. Sie waren und sind begeistert von der Mühle und ihrem zum Trauzimmer umgebauten Innenraum", so Borrée.
Zu verdanken sei der gute Zulauf auch dem Standesamt der Samtgemeinde Salzhausen, das Trauungen im Salzhäuser Haus des Gastes und in dem Eyendorfer Wahrzeichen als amtlicher Außenstelle anbietet. Für Vermählungen dort stehen die Standesbeamtinnen Cornelia Hacker, Birgit Wind und Ina Smarsly zur Verfügung. Die Verwaltungsmitarbeiterinnen Wind und Smarsly absolvierten auf Anregung von Klaus Boenert eine nachträgliche Ausbildung für die Tätigkeit im Standesamt. Boenert gründete 1978 den Windmühlenverein, ist heute dessen Ehrenvorsitzender und hilft als Standesbeamter in der Mühle nach wie vor aus. Für die Trauungen in der Mühle kassiert die Samtgemeinde jeweils 195 Euro. Sein Honorar von 75 Euro pro Einsatz spendet Boenert dem Verein. "Ich engagiere ich gerne dafür, dass das Heiraten in der Mühle noch möglichst lange angeboten werden kann", erklärt er.
"Ein Ende ist zum Glück nicht in Sicht", weiß Werner Borrée. "Für 2017 liegen beim Windmühlenverein schon einige Buchungen für Trauungen vor."
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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