Ein Jahr Ausnahmezustand in Nenndorf
In Nenndorf startet ein Marathon-Bauvorhaben / Bremer Straße wird immer wieder halbseitig gesperrt
mi. Nenndorf. In Nenndorf hat der Bau für den Kreisverkehr an der Bremer Straße begonnen. Auf einer Einwohnerversammlung stellten jetzt Uwe Karsten und Thomas Schmidt vom Landkreis Harburg sowie Bernd Briese und Max Marquardt von der Firma „Strabak“ gemeinsam mit Bürgermeister Dietmar Stadie und Baumamtsleiter Ulrich Bienert das Mega-Bauprojekt in seinen Einzelheiten vor.
Dabei wurde schnell klar: Anwohner und Pendler müssen sich wohl auf mindestens ein Jahr verkehrstechnischen Ausnahmezustand mit erheblichen Behinderungen einstellen. Die Bauarbeiten sind der Auftakt zu einem regelrechten Baustellen-Marathon, an dessen voraussichtlichen Ende im Jahr 2014 der Ort Nenndorf in völlig neuem Glanz erstrahlen soll. Was geplant ist:
• Kern der Baumaßnahme ist die Errichtung eines Kreisels an der Kreuzung Bremer Straße/Eckeler Straße. Gleichzeitig finden Kanalerneuerungen statt. Außerdem werden auf der Bremer Straße die Gehwege verbreitert und auf der Straße eine durch gestrichelte Linien gekennzeichnete Fahrradspur eingerichtet. Im nächsten Jahr soll dann auch noch der Fahrbahnbelag auf der Bremer Straße saniert werden. Die Kosten für den Kreisverkehr belaufen sich auf rund 700.000 Euro. Ein Drittel der Summe trägt der Landkreis, zwei Drittel muss die Gemeinde Rosengarten stemmen. Insgesamt schlägt das Bauprojekt mit 1,4 Millionen Euro zu Buche.
• Worauf sich Verkehrsteilnehmer einstellen müssen:
Für die jetzt beginnenden Kanalarbeiten wird die Bremer Straße Richtung Buchholz zwei Wochen gesperrt.
In einem zweiten Abschnitt wird der Gehweg vor dem Gasthaus Böttcher erneuert, die Bremer Straße ist hier auch nur einspurig befahrbar.
Für Bauarbeiten am Kreisel wird für ca. vier Wochen die Eckeler Straße ab der Einmündung in die Bremer Straße voll gesperrt. Friedhof und Edeka-Markt bleiben erreichbar. Die Zufahrt nach Nenndorf erfolgt über das Gewerbegebiet.
Der Busverkehr zum Bahnhof Klecken und nach Harburg ist nach Aussage des Landkreises während der Bauarbeiten jederzeit gewährleistet. Baubedingte Haltestellenverlegungen sollen vier Wochen im Voraus angekündigt werden. „Wir sind zuversichtlich, dass die Arbeiten am Ende des Jahres abgeschlossen sind“, sagte Bernd Briese von der Baufirma „Strabak“.
Mit dem Kreisverkehr erfüllt die Gemeinde Rosengarten auch eine Voraussetzungen für die Errichtung eines Fachmarktzentrums auf dem ehemaligen Schützenplatz.
Redakteur:Mitja Schrader |
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