Bürgermeister unterstützen Resolution
Reaktivierung der Bahnstrecke Stade - Bremervörde nimmt Fahrt auf
![Wo derzeit der Moorexpress fährt, könnten bald auch Pendler und Schüler unterwegs sein | Foto: EVB/Torsten Klose](https://media04.kreiszeitung-wochenblatt.de/article/2020/04/17/5/379955_L.jpg?1587108338)
- Wo derzeit der Moorexpress fährt, könnten bald auch Pendler und Schüler unterwegs sein
- Foto: EVB/Torsten Klose
- hochgeladen von Jaana Bollmann
jab. Landkreis. Die Möglichkeit, mit der Bahn von Bremervörde direkt nach Stade fahren zu können, klingt verlockend. Daher forderten die Kreistagsfraktionen der SPD und Grünen in einer Resolution eine Reaktivierung der Bahnstrecke, auf der bisher nur der Moorexpress verkehrt. Und die Resolution findet auch in der Stader Politik sowie in den Gemeinden, die an der Bahnstrecke liegen, viele Unterstützer. So wurde in den Gemeinderäten Fredenbeck und Kutenholz der Resolution bereits zugestimmt. Im Kreistag und im Rat der Stadt Stade jedoch wurden die Sitzungen aufgrund von Corona verschoben.
"Für eine Reaktivierung muss ein dickes Brett gebohrt werden, aber in der Politik ist ein eindeutiger Wille vorhanden", so der Fredenbecker Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann. Auch wenn die Strecke in einem relativ guten Zustand sei, könne das Ganze nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. "Wenn in drei Jahren dort die Bahn fährt, wäre das ein super Ergebnis", meint Handelsmann.
Auch Stades Bürgermeister Sönke Hartlef unterstützt die Resolution zur Wiederbelebung der Strecke. Er habe bereits mit Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Kontakt aufgenommen und das Anliegen vorgetragen.
Durch die Reaktivierung würde der ländliche Raum gestärkt und belebt werden, so der Bürgermeister. Wie auch für Handelsmann hat die Bahnstrecke für Hartlef eine große ökologische Bedeutung. Pendler, Schüler und Anwohner würden durch eine zuverlässige Zugverbindung eine Alternative zu Bus und Pkw erhalten.
Stades Bürgermeister sieht hier auch Riensförde im Fokus der Planung. Dadurch, dass der Stadtteil auch in Zukunft weiter wachsen wird, soll hier ebenfalls eine Haltestelle eingerichtet werden. Auch mit Blick auf den kommenden Bildungscampus wäre eine Haltestelle von Vorteil.
Redakteur:Jaana Bollmann aus Stade |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.