Flottes Internet für Harsefeld
![Klaus Scholz (li.) und Rainer Schlichtmann (re.) mit EWE-Kommunalbetreuer Björn Muth vor einem neuen Verteilerkasten](https://media04.kreiszeitung-wochenblatt.de/article/2015/08/12/4/156794_L.jpg?1562873713)
- Klaus Scholz (li.) und Rainer Schlichtmann (re.) mit EWE-Kommunalbetreuer Björn Muth vor einem neuen Verteilerkasten
- hochgeladen von Jörg Dammann
jd. Harsefeld. Bis zu zehnmal schneller surfen: EWE ließ im Geestflecken Verteilerkästen mit modernster Technik aufstellen. Immer mehr Harsefelder sind auf der Datenautobahn unterwegs - und das immer schneller: Die EWE, die die Menschen in der Region nicht nur mit Strom und Gas, sondern auch mit flotten Telefon- und Internetanschlüssen versorgt, hat im Geestflecken den Breitband-Turbo "aufgebohrt": Rund 1.600 Haushalte, die bisher an der "langen Leitung" hingen, erhalten nun superschnelles Internet.
Das Surfen im Eiltempo wird möglich dank der acht neuen Verteilerkästen, die die EWE im Lauf des Jahres in Harsefeld aufgestellt hat. In diesen sogenannten Kabelverzweigern, die die Leitungen zu den einzelnen Hausanschlüssen bündeln, steckt modernste Datentechnik: Die Signale kommen dort per ultraschnellem Glasfaserkabel an. In Kombination mit der Zusatz-Technologie "Vectoring" sind so Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich.
Allerdings dürfte die Surf-Geschwindigkeit in der Harsefelder Ortsmitte nicht ganz so hoch ausfallen: Anders als in den jetzigen Neubaugebieten sind die meisten Privatanschlüse noch mit den alten Kupferleitungen der Telekom verbunden. Je weiter man vom neuen Verteilerkasten entfernt wohnt, umso geringer ist die Datenrate. Dennoch werden die allermeisten Harsefelder, die in dem Einzugsbereich der neuen Verteilerkästen wohnen, wesentlich schneller Daten, Bilder, Songs und Videos auf ihre Computer heruntergeladen bekommen.
"Wir freuen uns, dass die EWE dabei ist, die weißen Flecken in unserer Gemeinde beim schnellen Internet zu schließen", sagt Rathauschef Rainer Schlichtmann. Für ländliche Kommunen seien hohe Bandbreiten ein Standortfaktor, der zunehmend wichtiger werde. Diese Einschätzung kann Klaus Scholz, der in der Harsefelder Verwaltung für den Breitband-Ausbau zuständig ist, nur bestätigen: Nicht nur Gewerbetreibende, die sich hier ansiedeln wollen, sondern auch junge Familien, die nach Harsefeld ziehen möchten, erkundigen sich nach schnellen Internet-Verbindungen.
Auch die Gemeinde selbst profitiert von den neuen Leitungen: Bisher lag die Übertragungsrate bei etwa 11 Mbit/s. Künftig werden die Rathaus-Mitarbeiter bis zu neunmal schneller an die Daten kommen.
Die Einrichtung der neuen Verteilerkästen wurde von der EWE komplett selbst finanziert. In den vergangene Jahren wurden bereits 2.5000 Haushalte in Harsefeld sowie etliche Unternehmen ans schnelle Internet angeschlossen. Mittelfristig ist geplant, die Bandbreiten in bisher schlecht versorgten Dörfer wie Bokel, Klethen und Ottendorf zu steigern.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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