Fortbildung der Stader Kreisjugendpflege
Profis aus der Jugendarbeit wurden zum Thema Sexualität geschult
![Jedes Jahr lädt die Kreisjugendpflege zum Fachtag. Diesmal stand „Positive Sexualität und Grenzverletzungen bei Kindern und Jugendlichen“ im Mittelpunkt. | Foto: Landkreis Stade](https://media04.kreiszeitung-wochenblatt.de/article/2023/12/27/9/624539_L.jpg?1703669266)
- Jedes Jahr lädt die Kreisjugendpflege zum Fachtag. Diesmal stand „Positive Sexualität und Grenzverletzungen bei Kindern und Jugendlichen“ im Mittelpunkt.
- Foto: Landkreis Stade
- hochgeladen von Jörg Dammann
Das Thema Sexualität stand beim diesjährigen Fachtag der Jugendpflegerinnen und -pfleger aus dem Landkreis Stade im Mittelpunkt. Die Fachkräfte aus der Jugendarbeit der Kommunen kommen einmal im Jahr zu einer solchen Fortbildung zusammen. „Positive Sexualität und Grenzverletzungen bei Kindern und Jugendlichen“ lautete der Titel der Veranstaltung, zu der die Kreisjugendpflege eingeladen hatte. Die Beratungsstelle Pro Familia begleitete die Fortbildung.
„Die Inhalte haben bei den Teilnehmenden nicht nur das Verständnis für die Bedeutung einer positiven sexuellen Entwicklung bei jungen Menschen geschärft, sondern auch die eigenen Fähigkeiten der Jugendpflegerinnen und -pfleger im Umgang mit diesem sensiblen Thema erweitert“, berichtet Kreisjugendpflegerin Aleksandra Pallaschke. Der Fachtag bot eine umfassende Perspektive auf die verschiedenen Aspekte der Sexualentwicklung sowohl im individuellen als auch im sozialen Kontext. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Förderung eines positiven und vor allem respektvollen Umgangs mit der sexuellen Entwicklung von Jugendlichen.
Einen respektvollen Ansatz sicherstellen
Die erworbenen Kenntnisse über rechtliche Rahmenbedingungen im Bereich der sexuellen Bildung ermöglichen es, den Bildungsauftrag unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben, aber auch der unterschiedlichen kulturellen Hintergründe zu erfüllen. "Dieses Wissen soll zum einen sicherstellen, dass der Umgang mit Sexualität in den Einrichtungen der Jugendpflegen von einem respektvollen und inklusiven Ansatz geprägt ist", so Pallaschke. Und zum anderen soll so gewährleistet sein, dass Grenzüberschreitungen in der Kinder- und Jugendarbeit frühzeitig erkannt und thematisiert werden. Sexuelle Grenzverletzungen und Übergriffe bei jungen Menschen seien in den vergangenen Jahren in der Arbeit der Jugendpflegen schwerpunktmäßig thematisiert worden. Schutzkonzepte würden regelmäßig überarbeitet.
Austausch und Kooperation sind wichtig
Neben den jährlichen Fachtagen organisiert die Kreisjugendpflege regelmäßig Dienstbesprechungen. Dieses Netzwerk sei den Austausch und die Kooperation ist besonders wichtig, erläutert die Kreisjugendpflegerin: „Jugendpflegerinnen und Jugendpfleger sind häufig Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer in ihren Jugendzentren und Jugendräumen. Anders als Kita und Schule hat dieser außerschulische Bildungsbereich in der öffentlichen Diskussion oft eine untergeordnete Rolle.“ Dabei würden die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit die Entwicklung junger Menschen außerhalb von Schule und Elternhaus unterstützen. Die Jugendpflegerinnen und -pfleger seien oft direkte Ansprechpersonen bei Problemen.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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