Bäckerei Weiss spendet dem Kinder-Hospiz Sternenbrücke über 76.000 Euro

Jochen und Carin Weiß haben den symbolischen Spendenscheck an Tatjana Schrumm (li.), Geschäftsführerin der "Sternenbrücke" übergeben | Foto: Bäckerei Weiss
  • Jochen und Carin Weiß haben den symbolischen Spendenscheck an Tatjana Schrumm (li.), Geschäftsführerin der "Sternenbrücke" übergeben
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bim. Tostedt. Dieses Engagement ist großartig: Carin und Jochen Weiß überreichten Tatjana Schrumm, Geschäftsführerin des Kinder-Hospizes Sternenbrücke, jetzt einen Scheck in Höhe von mehr als 76.000 Euro. „Wir sind sprachlos über die großartige Spendensumme der Bäckerei Weiss. Dank dieser wunderbaren Zuwendung können wir ‚unseren‘ Familien unabhängig ihrer finanziellen Situation zur Seite zu stehen und ihnen eine umfassende Entlastungspflege ermöglichen. Eltern können die Pflege des erkrankten Kindes in professionelle Hände legen und Kraft schöpfen für den aufreibenden Alltag. Diese Erholungsphasen helfen, die Familiensituation zu stabilisieren und so die Pflege des erkrankten Kindes im familiären Zuhause zu sichern und das Familiengefüge zu erhalten. Wir danken der Bäckerei Weiss und Sohn GmbH von Herzen für ihr treues Engagement“, bedankt sich sich Tatjana Schrumm.
Die Summe ist umso erstaunlicher, da die Bäckerei erstmals seit Jahren auf ihren beliebten Weihnachtsmarkt in der Backstube samt großer Tombola verzichtet und stattdessen 5.000 Adventskalender zum Preis von je 5 Euro verkauft hat. „Die Kalender sind gut nachgefragt worden“, berichtet Jochen Weiß. Hinter den Türchen fanden bzw. finden die Kunden Preise im Gesamtwert von über 14.000 Euro.
Weitere Spenden kamen beim Glücksraddrehen in den Famila-Märkten und beim Backen mit Kindern in der Backstube zusammen. In bewährter Weise fand die Verlosung in den Filialen statt. Außerdem verzichteten die Mitarbeiterinnen während des Aktionszeitraums auf ihre Trinkgelder.
„Ein solcher Erfolg gelingt nur, wenn die Mitarbeiter die Kunden zum Loskauf animieren können“, lobt Jochen Weiß das Engagement. „Viele Kunden kommen zu uns und sagen, sie geben das Geld gerne, weil sie wissen, dass es einer tollen Organisation zugute kommt. Das ist unser Ansporn, uns weiter zu engagieren“, versprechen Carin und Jochen Weiß, die von der in der „Sternenbrücke“ geleisteten Arbeit beeindruckt sind.
Eine Gelegenheit, das Kinder-Hospiz kennenzulernen, gibt es am 1. Mai im Rahmen des Tags der offenen Tür.

Auf Spenden angewiesen

Seit 2003 hilft die Sternenbrücke Kindern, Jugendlichen und seit 2010 auch jungen Erwachsenen bis zu einem Alter von 27 Jahren mit begrenzter Lebenserwartung, ein würdevolles Leben bis zu ihrem Tod zu führen. Die erkrankten jungen Menschen und ihre Angehörigen werden in der letzten Lebensphase und auch auf dem oft über viele Jahre dauernden Krankheitsweg begleitet. So können die Familien im Rahmen der Entlastungspflege an mindestens 28 Tagen im Jahr im Kinderhospiz aufgenommen werden, um für den weiteren schweren Weg Kraft zu schöpfen. Die Aufwendungen für die palliativ-medizinisch-pflegerische Versorgung der erkrankten jungen Menschen werden nur zum Teil von den Kranken- und Pflegekassen getragen: Die täglichen Kosten für die umfassende Pflege und Begleitung aller Familienmitglieder betragen im Schnitt 948,95 Euro. Die Kassen übernehmen jedoch nur rund 50 Prozent der Kosten. Die anderen 50 Prozent müssen aus Spenden aufgebracht werden, da die meisten betroffenen Familien diese Kosten aufgrund der angespannten finanziellen Verhältnisse, in denen sie leben, nicht selbst tragen könnten. Die Sternenbrücke ist daher auf Spenden von 1,85 Millionen Euro pro Jahr angewiesen.