Baumfällung am Kita-Neubau in "Salami-Taktik"?
![An der Kita-Baustelle wurden einige Bäume ausgeästet | Foto: oh](https://media04.kreiszeitung-wochenblatt.de/article/2013/07/31/5/38465_L.jpg?1560644231)
- An der Kita-Baustelle wurden einige Bäume ausgeästet
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bim. Tostedt. Aufregung um beschnittene Bäume an der Kindertagesstätten- und Krippen-Baustelle in der Dieckhofstraße. Bürger schlugen Alarm, weil Bauhofmitarbeiter anrückten, um einige Bäume zu beschneiden. Laut Samtgemeinde wurden die "grünen Riesen" lediglich turnusgemäß ausgeästet. "Die Verwaltung ist gehalten, vor Schuljahresbeginn zu prüfen, ob eine Gefährdung von morschen Ästen ausgeht", so Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Bostelmann.
Einige Bürger befürchten aber, dass die Bäume in "Salami-Taktik" gefällt werden sollen. Was sie skeptisch macht: "Noch auf einer Informationsveranstaltung im betreuten Wohnheim in der Dieckhofstraße im vergangenen Dezember hatte Herr Bostelmann versichert, dass wegen der Kita-Baumaßnahme keine Bäume gefällt werden", schreibt Günther Knabe, der seine Mutter regelmäßig im betreuten Wohnheim besucht.
Dennoch waren Anfang April zwei Linden neben dem Jugendzentrum in der Dieckhofstraße umgehauen worden. Dort ist die Zufahrt zur Kita geplant. Ein Gärtner des Bauhofes hatte seinerzeit auf WOCHENBLATT-Anfrage erklärt, dass diese früher oder später hätten gefällt werden müssen, da sie innen faul waren. Die Verwaltung erklärt nun, dass sie gefällt wurden, "um eine ordentliche Eingangssituation zu ermöglichen".
Die Befürchtung Knabes: "Da der Baukörper bis auf wenige Meter an die alten Linden und die noch viel höheren Pappeln dahinter heranreicht, befürchte ich, dass 'aus Sicherheitsgründen' über kurz oder lang weitere Bäume beseitigt werden."
Auch eine Hecke musste dem Kita-Neubau weichen. Im Bebauungsplan heißt es dazu weiter: "...weitere Gehölzverluste erfolgen nicht, da sich die vorhandenen Gehölzstrukturen an der Töste bzw. dem Graben befinden. Der Erhalt dieser Gehölze wird durch die Festsetzung des Gewässerrandstreifens (5 m Breite) gesichert. Nach dem Wasserhaushaltsgesetz und dem niedersächsischen Wassergesetz sind Bäume innerhalb eines Gewässerrandstreifens automatisch geschützt."
Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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