Protest gegen die AfD
Mehr als 2.000 Teilnehmer bei Demo gegen Rechts in Buxtehude
Buxtehude hat an diesem Samstag (20. Januar) eine der größten Demos der vergangenen Jahre erlebt. Mehr als 2.000 Menschen kamen in der Buxtehuder Altstadt zusammen, um gegen die AfD und rechte Umtriebe zu demonstrieren. Die Kundgebung, die um 11 Uhr am Has'-und-Igel-Brunnen begann, hatte der Buxtehuder SPD-Ratsherr Gerrit Steffens federführend organisiert. Die Teilnehmer füllten einen Großteil der Fußgängerzone in Richtung Geesttor. In der Langen Straße standen die Menschen dicht gedrängt, Sprechchöre erklangen. Auch die niedersächsische Landesregierung zeigte Präsenz: Innenministerin Daniela Behrens nahm an der Demo in Buxtehude teil.
Die Veranstaltung in Buxtehude ist Teil eines bundesweiten Protestes gegen die Pläne rechtsextremer Kreise, das Land nach ihren rassistischen, fremdenfeindlichen und antidemokratischen Ideen umzuformen. In ganz Deutschland gingen in vielen Städten Menschen auf die Straße, um für den Erhalt von Freiheit und Demokratie einzutreten. Einer der Auslöser der Proteste waren die Enthüllungen des Recherchekollektivs Correctiv über ein Geheimtreffen eines rechten Zirkels, bei dem es u.a. um Pläne zur massenweise Abschiebung von Migranten und missliebigen Bürgern ging. Unter den AfD-Teilnehmern des Treffens war auch der Buxtehuder AfD-Ratsherr Maik Julitz, der den Stader Kreisverband der Rechtsaußen-Partei führt.
Mit der Kundgebung solle ein großes und bunter Zeichen gesetzt werden, dass Buxtehude gegen Rechts stehe und sich Nazis entgegenstelle, erklärte Mit-Organisator Steffens im Vorfeld. Seinen Aufruf, ein klares Zeichen gegen Rechts zu setzen, unterstützen verschiedene Parteien, Organisationen und Verbände - darunter SPD, Jusos, Omas gegen Rechts, Grüne, Grüne Jugend, Linke, Die PARTEI, SoVD, Awo, Buxtehude for Future, Ahmadiyyah sowie BI Menschenwürde.
Die prominenteste Demo-Teilnehmerin verwies auf Deutschlands schwärzeste Zeiten: Es seien während der Nazi-Herrschaft schon einmal Menschen aussortiert worden, so Ministerin Behrens. Hass und Hetze seien keine Meinungsäußerungen, sondern Straftatbestände. Auch Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt sprach auf der Kundgebung. Ihr Appell: Gegen Rassismus und Fremdenhass jederzeit und überall "klare Kante" zu zeigen. Die Bürgermeisterin zeigte sich erfreut über große Zahl an Teilnehmern. Ihr gehe das Herz auf. Buxtehude stehe für Toleranz und Freiheit.
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